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Collaborations

Collaborations  versammelt rund 80 künstlerische Begegnungen aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit selbst als bildgebender Prozess. Ausgangspunkt war ein experimentelles fotografisches Verfahren, bei dem entwickelte Bilder zunächst unsichtbar gemacht und unter Tageslicht wieder sichtbar wurden. Dadurch verlagerte sich die Bildentstehung aus der Dunkelkammer in den öffentlichen. Gesten, Materialien und Interventionen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler wurden Teil des fotografischen Prozesses. Das Bild entstand als Ergebnis von Austausch, Handlung und gegenseitiger Einflussnahme.
Collaborations versteht Fotografie damit nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als offenen Raum kollektiver Autorschaft, Transformation und Beziehung.

Collaborations brings together around 80 artistic encounters from the 1980s and 1990s. At its core is collaboration itself as an image-generating process. The project began with an experimental photographic technique in which developed images were rendered invisible and then made visible again in daylight. This shifted the creation of the image from the darkroom into public space. Gestures, materials, and interventions by the participating artists became part of the photographic process. The image emerged through exchange, action, and mutual influence.
Collaborations thus understands photography not as a finished object, but as an open space of collective authorship, transformation, and relatio

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Leaving Shadows

Leaving Shadows macht sichtbar, was bleibt, wenn der Gegenstand oder Körper selbst bereits verschwunden ist. Die Thermografie zeichnet nicht seine sichtbare Erscheinung auf, sondern die zurückbleibende Wärme – eine flüchtige energetische Spur von Anwesenheit. Dabei verliert der Gegenstand seine vertraute Oberfläche, Materialität und Farbe. Was bleibt, ist eine Form, die noch erkennbar ist und sich zugleich der Eindeutigkeit entzieht. Gegenstand und Abstraktion, Anwesenheit und Abwesenheit beginnen ineinander überzugehen. Die thermografischen Bilder werden so zu Energiespeichern und Zeitbildern. Sie halten einen Zustand fest, der bereits im Verschwinden begriffen ist, und machen sichtbar, dass jede Anwesenheit eine Spur hinterlässt.

Leaving Shadows makes visible what remains once the object or body itself has already disappeared. Thermography does not record its visible appearance, but the residual heat it leaves behind — a fleeting energetic trace of presence. In this process, the object loses its familiar surface, materiality, and color. What remains is a form that is still recognizable, yet resists clear definition. Object and abstraction, presence and absence begin to merge. The thermographic images thus become reservoirs of energy and images of time. They preserve a state already in the process of disappearing, making visible the fact that every presence leaves a trace.

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Rothk.0

Rothk.0 beginnt dort, wo ein Bild von der Wand verschwindet. Nach dem Abnehmen eines Gemäldes bleiben Temperaturunterschiede auf der Wand zurück, die durch Thermografie sichtbar werden. Was erscheint, ist das Nachbild eines abwesenden Bildes. Die flüchtigen Wärmefelder erinnern an die Farbfeldmalerei Mark Rothkos, entstehen jedoch nicht durch Farbe, sondern aus Temperatur, Zeit und Differenz. So wird die Wand selbst zum Bildträger und die gespeicherte Wärme zur Spur einer vergangenen Anwesenheit – eine Form von Malerei ohne Farbe.

Rothk.0 begins where an image disappears from the wall. After a painting is removed, differences in temperature remain on the wall and are made visible through thermography. What appears is the afterimage of an absent image. The fleeting fields of heat recall Mark Rothko’s color field paintings, yet they are created not through color, but through temperature, time, and difference. The wall itself becomes the image carrier, and stored heat the trace of a past presence — a form of painting without color.

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