Leaving Shadows macht sichtbar, was bleibt, wenn der Gegenstand oder Körper selbst bereits verschwunden ist. Die Thermografie zeichnet nicht seine sichtbare Erscheinung auf, sondern die zurückbleibende Wärme – eine flüchtige energetische Spur von Anwesenheit. Dabei verliert der Gegenstand seine vertraute Oberfläche, Materialität und Farbe. Was bleibt, ist eine Form, die noch erkennbar ist und sich zugleich der Eindeutigkeit entzieht. Gegenstand und Abstraktion, Anwesenheit und Abwesenheit beginnen ineinander überzugehen. Die thermografischen Bilder werden so zu Energiespeichern und Zeitbildern. Sie halten einen Zustand fest, der bereits im Verschwinden begriffen ist, und machen sichtbar, dass jede Anwesenheit eine Spur hinterlässt.
Leaving Shadows makes visible what remains once the object or body itself has already disappeared. Thermography does not record its visible appearance, but the residual heat it leaves behind — a fleeting energetic trace of presence. In this process, the object loses its familiar surface, materiality, and color. What remains is a form that is still recognizable, yet resists clear definition. Object and abstraction, presence and absence begin to merge. The thermographic images thus become reservoirs of energy and images of time. They preserve a state already in the process of disappearing, making visible the fact that every presence leaves a trace.




